Die neueste Ausgabe des “Zebis E-Journal”

behandelt das hoch aktuelle Thema :

“Ein Europa – eine Armee ?”

Vom Wert militärischer Integration

Euro-ISME möchte zur Debatte beitragen! Deshalb nutzen wir das Erscheinen dieser neuen Ausgabe des Zebis E-Journal für eine breitere Debatte und rufen unsere Mitglieder und Freunde dazu auf, sich in unserem Forum nicht nur europaweit, sondern gerade auch transatlantisch an der Diskussion um den Platz des Soldaten und um die Rolle von Europa als “Friedensmacht” in der veränderten Europäischen Union und im von multinationalen Streitkräftestrukturen und Hochtechnologie geprägten, ständig komplexer werdenden Krisenmanagement des 21. Jahrhunderts beteiligen.

Mit der Ausgabe 2/2018 seiner Halbjahres-Schrift initiiert das Hamburger “Zentrum für Ethische Bildung in den Streitkräften”, welches eines unserer wichtigsten Institutionellen Mitglieder ist, eine Debatte über das sehr komplexe Thema, welches nicht nur für die Bundeswehr und die Sicherheitskultur Deutschlands von Bedeutung ist, sondern auch direkt die Europäische Militärethik als Ganzes betrifft :.

“Ein Europa – eine Armee ?”

Wird die bereits bestehende und nun in vielen Einzelprojekten intensivierte militärische Zusammenarbeit eine Dynamik entfalten, der sich niemand entziehen kann? Oder wird ein weiteres Mal der zweite Schritt vor dem ersten gemacht – schafft die Union also erneut ein gemeinsames Instrument, ohne sich zuerst auf eine gemeinsame strategische Ausrichtung zu verständigen? Und welches neue Konfliktpotenzial birgt dies, sowohl im Binnenverhältnis als auch nach außen, etwa gegenüber Russland als einem der Hauptadressaten?

Wir stellen unser Forum sehr gerne wieder für Ihre Kommentare zur Verfügung.

In dieser neuesten Ausgabe von “Ethik und Streitkräfte “, diskutieren renommierte Autoren der wissenschaftlichen und akademischen Gesellschaft kontrovers das hochaktuelle Thema der Sicherheits- und Verteidigungskultur in Europa.

Am 11. November 1918 ging der Erste Weltkrieg zu Ende. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron in seiner Rede zum 100. Jahrestag des Kriegsendes verdeutlichte, bildet dieses historische Datum einen wesentlichen Bezugspunkt für das „Friedensprojekt Europa“. Kurz vor den Gedenkfeiern in Paris hatte er sich zugleich erneut für den Aufbau einer europäischen Armee ausgesprochen.

Die Idee der europäischen Armee ist nicht neu. Wenn auch der neue Vorstoß Details ausklammert, bleibt die Gewissheit: Die Europäische Union sieht sich in schwierigen sicherheitspolitischen Fahrwassern. Über die bisherigen Formen und Institutionen der militärischen Zusammenarbeit hinaus unternimmt sie konkrete Schritte, um sich für eine als zunehmend unsicher empfundene Zukunft zu rüsten. Eine bedeutende Maßnahme ist die im November 2017 beschlossene Einrichtung einer Permanent Structured Cooperation (PESCO) im Verteidigungsbereich.

Dieses Instrument mit seinen nun 34 Projekten werten einige Politiker als Auftakt zu einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion, an deren Ende zumindest langfristig doch eine gemeinsame Armee stehen werde, ja müsse. Ein Szenario, das für Kritiker aus verschiedensten Gründen wenig realistisch und kaum wünschenswert scheint.

Die Autoren des vorliegende Ausgabe des E-Journals nehmen zu den zentralen friedensethischen und sicherheitspolitischen Fragen Stellung: Was macht die Besonderheit der „Wertegemeinschaft“ EU aus, und woran muss sich das Staatenbündnis messen lassen, wenn das Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte, zu Demokratie, Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz nicht ad absurdum geführt werden soll? Impliziert der Aufbau gemeinsamer militärischer Strukturen eine Abkehr vom Leitbild der „Friedensmacht“? Muss die EU angesichts von Rechtspopulismus und existenzbedrohenden Fliehkräften auf die einigende Wirkung eines Sicherheitsversprechens setzen, anstatt dem europäischen Wertefundament eine neue Plausibilität zu verleihen?

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